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Hochpass oder unscharf maskieren?

tut-scharpen-original.jpg

Die Aufgabe: Ein Foto wurde in Photoshop für die Ansicht im Web verkleinert und muss nun zusätzlich geschärft werden. Viele Wege führen zu einem geschärften Bild in Photoshop, so. z.B. das Scharfzeichnen, der Hochpass-Filter oder das Unscharf maskieren. Vor Kurzem wurde das Schärfen via Hochpass-Filter wieder ausführlicher besprochen und diskutiert. Der Klassiker des Schärfens schlechthin ist jedoch das “Unscharf maskieren”. Im Folgenden werden beide Wege kurz verglichen.nnDas Ausgangsbild zeigt eine deutliche Unschärfe, die nach Verkleinerung des Original Kamerabildes entstanden ist.

Der Hochpass-Filter befindet sich in Filter > Sonstige Filter > Hochpass… Die einzig mögliche Einstellung ist der Radius.

Der Filter erhält Kantendetails im angegebenen Radius, in dem deutliche Farbübergänge vorkommen, und unterdrückt den Rest des Bildes. (Bei einem Radius von 0,1 Pixel bleiben nur die Kantenpixel übrig.) Der Filter entfernt niedrigwertige Details in einem Bild und hat die entgegengesetzte Wirkung des Filters “Gaußscher Weichzeichner”. Photoshop-Hilfe

Um den Hochpass-Filter anzuwenden, wird zuerst die Ebene kopiert, die geschärft werden soll. Dann wird der Filter in der gewünschten Stärke auf diese Ebene angewendet. Der Ebenenmodus der aktiven Ebene wird auf “Ineinanderkopieren” gesetzt.

Die folgenden Bilder zeigen einige Einstellungen des Filters:

tut-hp-1.jpg

tut-hp-2.jpg

tut-hp-4.jpg

Während Einstellung 1 und 2 gute bis akzeptable Ergebnisse zeigen, ist die Einstellung Radius 4 deutlich zu stark und zeigt deutliche Farbkranzeffekte.

Der Filter Unscharf maskieren befindet sich im Menü Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren.

Der Filter “Unscharf maskieren” erkennt keine Kanten in Bildern. Stattdessen sucht er nach Pixeln, die sich um einen von Ihnen angegebenen Schwellenwert von den benachbarten Pixeln unterscheiden, und erhöht den Kontrast dieser Pixel um den festgelegten Wert. Bei den durch den Schwellenwert definierten benachbarten Pixeln werden die helleren Pixel um den festgelegten Betrag noch heller und die dunkleren Pixel noch dunkler.

Außerdem können Sie den Radius des Bereichs festlegen, mit dem jedes Pixel verglichen wird. Je größer der Radius ist, desto stärker sind die Kanteneffekte. Photoshop-Hilfe

Drei Werte lassen sich beim Unscharf maskieren einstellen: Stärke, Radius und Schwellenwert. Der Schwellenwert gibt an, wie stark sich die scharfgezeichneten Pixel von ihrer Umgebung unterscheiden müssen, bevor sie durch den Filter scharfgezeichnet werden sollen.

Bei Bildern, die für das Web verkleinert wurden ist ein Radius unter 1 durchaus zu empfehlen. Das beste Ergebnis bringt hier steht ein wenig Experimentierfreude.

Das folgende Bild zeigt das Ergebnis des Unscharf maskierens, das ich persönlich für die gelungenste Lösung halte.

tut-usm.jpg

09.05.2005 Rubrik: Techniken, Tutorials. Tags: , , , . Kommentare und Pings sind geschlossen.

17 Kommentare zu “Hochpass oder unscharf maskieren?”

  1. Gravatar Simone
    9. Mai 2005, abends

    Ja, da stimme ich zu, ich finde die letzte Varante auch am schönsten. Danke für den Vergleich!

  2. Gravatar Laurens
    9. Mai 2005, abends

    Dazu auch:
    http://www.qxm.de/fotos/20030820-145539

    und noch ein Artikel zur Tiefenschärfe:
    http://www.qxm.de/gestaltung/20050322-100454

  3. Gravatar manuel
    10. Mai 2005, mitten in der Nacht

    Hm, also ich finde durch die Hochpass-Methode wirken Bilder nach dem schärfen teilweise irgendwie „schwammig“. So als hätte man ein Pixelbild vergrößert. Ich bevorzuge beim schärfen immernoch das Unscharf maskieren.

  4. Gravatar manuel
    10. Mai 2005, mitten in der Nacht

    ahjo, beim bearbeiten von Bildern fürs Netz (ca. 800 x 550px) hab ich persönlich beste Erfahrungen mit den Werten: Stärke 130-140%, Radius 0,4px gemacht

  5. Gravatar Manuela
    10. Mai 2005, früh am Morgen

    Ich verkleinere meine Bilder für das Web auf 450 * x und habe ebenso gute Erfahrungen gemacht mit den Werten: Stärke: 100-150%, Radius 0,3 bis 0,5.

  6. Gravatar Manuel
    10. Mai 2005, am Vormittag

    Siehe auch http://veerle.duoh.com/index.php?id=P335

  7. Gravatar Manuela
    10. Mai 2005, am Vormittag

    Hi, auf diesen Artikel bezieht sich mein Vergleich. Siehe oben.

  8. Gravatar Claus
    17. Mai 2005, nachts

    Alternativ benutze ich im GIMP unter Linux folgende Methode (der GIMP besitzt keinen Hochpass-Filter):

    1. Bild selektieren & in die Zwischenablage kopieren.
    2. Die Selektion in einem Alpha-Kanal speichern.
    3. Die Zwischenablage in den Alpha-Kanal einfügen.
    4. Auf den Alpha-Kanal den Filter “Kanten finden” anwenden (ich benutze im GIMP die Option “Sobel”).
    5. Auf den Alpha-Kanal einen Gauss’schen Weichzeichner anwenden (ich nehme 5px; wie das in Photoshop ist, weiss ich gerade leider nicht).
    6. Aus dem so behandelten Alpha-Kanal eine Auswahl erzeugen, den Alpha-Kanal löschen und
    7. bei der Originalgrafik mit der so erzeugten Auswahl als letzten Schritt “Unscharf maskieren” anwenden.

    Dieses etwas komplexe Verfahren, das ich auf einer englischsprachigen Site entdeckt habe, kann man ja über ein Script bzw. eine Aktion ausführen. Die Ergebnisse sind jedenfalls deutlich besser als ein blosses “Unscharf maskieren”. Da ich keinen Photoshop zur Hand habe, habe ich auch bewusst keine Werte angegeben. Die defaults von Photoshop etc. sind für den Anfang bestimmt ein guter Ausgangspunkt.

    Grüsse,

    Claus

  9. Gravatar Flatty
    7. Juni 2005, am frühen Abend

    Hallo,

    @Claus: Der “Sobel-Operator” ist ein Hochpass-Filter!

    lg, Flatty

  10. Gravatar Blog Groupies
    9. Juli 2005, am frühen Nachmittag

    Sicher Hochpass aber mit Gimp und mit einer Ebenen-Maske bei variabler Deckkraft der Ebene.
    Einen Radius von 3 px verwende ich immer für skalierte Bilder, die vorher bereits scharf waren.

  11. Gravatar Blog Groupies
    9. Juli 2005, am frühen Nachmittag

    Hochpass mit einem Radius von 3 px.
    Gimp schärft Fotografien besser als Profit$hop.

  12. Gravatar gast
    30. Dezember 2005, nachmittags

    Hi,
    es gibt immer wieder den Hinweis: im LAB-Modus nur den Helligkeitskanal zu schärfen, so bleiben alle Farben beim Schärfen unangetastet (und werden in Bereichen der Schärfung nicht stark gesättigt).

    Einfacher geht’s, wenn man direkt nach dem Schärfen im Menü “Bearbeiten” auf “Verblassen”, dort “Deckkraft: 100%” (Stärke des letzten Filters / hier Schärfen) und den “Modus: Luminanz” wählt.

    Es soll sich also nur auf die Helligkeit auswirken, und hat die gleiche Wirkung, wie das Schärfen im LAB-Modus.

    Grüße.

  13. Gravatar Peter
    2. März 2006, am frühen Abend

    … und wieso sollte man ein Foto schaerfen, nachdem man es verkleinert hat?

  14. Gravatar Manuela
    2. März 2006, am frühen Abend

    @Peter: Weil es durch das Verkleinern an Schärfe verliert.

  15. Gravatar Lil’ Lee HomeZone » Was sollte man bei einer Bildskalierung beachten?
    27. Februar 2007, nachmittags

    [...] Verkleinerte Fotos schärfen [...]

  16. Gravatar retliF
    23. September 2007, abends

    @Claus: Was die Filter in Gimp betrifft: Faltungsmatrizen kann man sich auch selber ohne großen Aufwand stricken und speichern

  17. Gravatar Gestaltenwandler Hochpassfilter | Christian Eichner
    18. September 2009, mittags

    [...] Schärfen mit dem Hochpassfiltera> Hochpassfilter vs. Unscharf Maskieren [...]

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